Video: Der Louvre im Lockdown

Ohne großen Kommentar. „Silent“. Einige kurze Gespräche, sehen, wie das Museum während des Lockdowns unglaublich viel vorwärts brachte. Der Louvre hat regulär nur dienstags geschlossen.
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Diese seltenen Aufnahmen zeigen die Essenz des Museums. Das Museum als Institution wurde vor allem von Philosophen wie Michel Foucault oder Jean Baudrillard auseinandergenommen. Einerseits als Ort der Akkumulation des Wissens, aber auch als Implementierung einer gewissen Ordnung der Dinge, bei Foucault, der das Museum auch kritisch sieht, als Instrument der Bewertung und Hierarchisierung. Was gehört in eine Vitrine, was nicht. Was darf berührt werden, was nicht. Was ist wichtig und was nicht? Eine Prioritätensetzung, die in der der Zeit des Strukturalismus und den darauf folgenenden Strömungen in der französischen Philosophie reflektiert wurde. Gerade diese aktuellen Bilder aus 2021 Winter lassen das Museum unter einem ganz anderen Blickwinkel erscheinen. Es sind nicht die Menschenmassen und die dafür vorgesehenen Absperrungen – die Distanz zwischen Kunst und Besucher, Wert und Wertlosem – es ist ein Ort einer alltäglichen Beschäftigung. Banale Dinge, wie streichen, putzen, diskutieren, Diskurs aber innerhalb des engerenen Zirkels des Personals. Nicht der formalisierte Dialog zwischen Museum-Text , Kopfhörer-Briefing und Konsument.